Unterwäsche - Viel Wenig mit viel Wirkung
Unterwäsche hat viele Gesichter und noch viel mehr Geschichte. Man könnte beinahe sagen, dass die Geschichte der Unterwäsche fast so alt ist wie die der Menschheit selber.
Gut, das was man 2000 Jahre vor Christus als Unterwäsche verstand war nicht mehr als eine Leinenbahn die geschickt gewickelt die wichtigsten Teile schütze und wärmte. Wir Menschen aus dem 21. Jahrhundert würden so eine Leinenbahn nicht als Unterwäsche erkennen, wenn diese nicht von unseren Vorfahren selber getragen wird. Allerdings würden diese 4010 Jahre alten Menschen auch nicht den „wärmenden“ Aspekt von transparenten, hauchdünnen Stoffen anerkennen, die mit unnötiger Spitze geschmückt sind.
Interessant wird die Geschichte der Unterwäsche ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Natürlich spielt sich zu diesem Zeitpunkt sehr viel in den französischen Adelshäusern ab, aber genau daher kam der Anstoß um aus normaler Unterwäsche die berühmten Dessous zu machen.
Um nur ein Beispiel zu nennen, teilte sich in diesem Zeitraum die Korsage in drei Teile: den BH, den Slip und das Torselett. Da man nun nicht mehr wusste wo man die dicken, blickdichten Strümpfe festmachen sollte, entstand nun auch der Strapsgürtel mit den entsprechenden Strapsen.
Da diese vielen kleinen Einzelteile nicht mehr wie ein Korsett unter der Kleidung getragen werden konnte, zog sich die neue Mode unter die Oberbekleidung und wurde somit zur Unterwäsche.
Weiterhin passierte es das diese vielen kleinen Unterwäsche-Stücke natürlich kaum mehr den Körper formen konnten, also entstand der Miedergürtel, dieser auch gerne über der Kleidung getragen wurde.
Egal was unsere Vorfahren in der Vergangenheit gerne an Unterwäsche getragen haben und egal was der Mensch aus dem 21. Jahrhundert gerne an Unterwäsche trägt, eines bleibt immer gleich: Unterwäsche zieht immer und überall die Blicke auf sich.
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